Schlittschuhläufer auf einem Schmuckkasten
© SKD, Foto: Karpinski
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, bleiben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bis einschließlich 20. April 2020 geschlossen.

"Komme mit zur blendenden Eisbahn..." Winter im Grünen Gewölbe

Die Kabinettausstellung beschäftigt sich mit dem Motiv des Winters im Spiegel und Wechselspiel der Künste des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen pretiöse Kostbarkeiten aus dem Grünen Gewölbe, in denen sich die kalte Jahreszeit in Gestalt von Allegorien und als Reflexionen ganz alltäglicher Winterfreuden wie dem Schlittschuhlaufen zeigt, aber auch die negative Seite des Winters, die besonders hart die niederen Stände traf, vorstellt.

  • Laufzeit 30.11.2016—13.02.2017

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Dabei präsentieren die Personifikationen aus Elfenbein und Bronze die vor allem im Barock sehr beliebte Darstellungsform, in der der Winter als Teil der vier Jahreszeiten nicht nur für das Ende des Jahres, sondern auch sinnbildhaft für das Werden und Vergehen der Natur steht. Die am Podest des schlittschuhlaufenden Holländers in Emailmalerei ausgeführten Allegorien von Frühling, Sommer, Herbst und Winter bieten einen weiteren Einblick in das vielfältige Motivspektrum, zu dem auch niederländische Winterlandschaften, wie von Isaac van Ostade und Allart van Everdingen zählen.

Schlittschuhläufer auf einem Schmuckkasten
© SKD, Foto: Karpinski
Schlittschuh laufender Holländer, um 1700-1705 Barockperlen, Gold, Email, Silber, teilweise vergoldet, Rubine, Smaragde, Diamanten, Glas, teilweise kalt bemalt, Spiegelglas; Höhe: 12,3 cm: Postament: 11,3 x 9,5 cm

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Von der Pracht der fürstlichen, winterlichen Schlittenfahrten, die auch am Dresdner Hof zahlreich stattfanden, zeugen nicht nur Entwürfe für Prunkschlitten und –gespanne, sondern auch die Stirnschilde des Prunkschlittenpferdezeuges für den Diana- und den Cupido-Schlitten des sächsischen Kurprinzen Friedrich August (II.) vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Das am rot-goldenen Pferdezeug des Cupido-Schlittens zu bewundernde Schellengeläut, welches oft das ganze Gespann bedeckte, kann sowohl in den Entwürfen für Schlittenzeuge als auch an der kurz vor 1711 entstandenen Elfenbeingruppe „Pferdeschlitten mit zwei Mohren“ aus dem Grünen Gewölbe entdeckt werden.

So treten ausgewählte „winterliche“ Stücke aus dem Grünen Gewölbe und der Rüstkammer sowie Zeichnungen und Malerei aus dem Kupferstich-Kabinett und der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in ein bezaubernd-spannendes Wechselspiel und geben Einblick in die unterschiedlichen Facetten der kalten Jahreszeit und deren Aufnahme in die Kunst.

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